Konfirmationskleidung für Jungen: Schritt für Schritt zum perfekten Outfit

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Krawatte

Die Konfirmation ist ein Fest. Und auf festlichen Anlässen ist man immer gut beraten, auch festliche Kleidung zu tragen. Doch die Bandbreite ist groß: klassisch, ausgefallen, verspielt – sogar sportliche Elemente kann die Konfirmationskleidung haben. Was Konfirmanden tragen können und was sie lieber im Schrank lassen, erfahrt ihr hier.

Vorweg: Ein Anzug ist keine Pflicht, liebe (angehenden) Herren. Es gibt Alternativen. Aber egal für welche Konfirmationskleidung ihr Euch letztlich entscheidet, großformatige Karomuster und hippe Applikationen haben auf Konfirmationen nichts zu suchen. Höchstens am Ende des Tages, wenn ihr im Bett liegt und den Tag Revue passieren lasst.

Das Sakko: Auf zu neuen Ufern

Ein guter Schneider kann an einem Anzug so gut wie alles ändern – bis auf die Schulterpartie. Passt die nicht, kann nie ein perfekter Anzug daraus werden. Und damit wären wir auch schon beim Sakko.

Die wichtigste Grundregel ist, dass die Schulternaht bündig am Oberarm abschließen muss. Die Schulterpartie sollte eine gerade Linie ergeben, so dass der Anzug ein wenig Spiel hat. Richtig lässig sieht ein Sakko erst aus, wenn es die T-Form des Oberkörpers betont. Wie das geht? Ganz einfach: Das Sakko muss eher tailliert geschnitten sein. Doch Vorsicht: Nicht zu jeder Figur passt dieser Schnitt. Wenn das Sakko zu eng ist, wirkt es schnell speckig. Mein Tipp: Wenn ihr das Sakko zuknöpft, darf keine horizontale Falte entstehen.

Ein Wort zur Länge: Früher hieß es immer: „Ein Sakko muss über die Hüfte gehen!“. Noch heute beraten viele Verkäufer nach dieser angeblich „goldenen“ Regel. Gääähn, für mich eigentlich ein No-Go. Viel flotter wirkt ein kürzer geschnittenes Sakko, das auf der Hüfte aufliegt – vor allem bei Jugendlichen.

Eigentlich überflüssig zu erwähnen, trotzdem mach‘ ich es: Der unterste Knopf bleibt beim Sakko offen. Die Ärmel sollten bis zum Daumenansatz reichen und nicht zu weit sein. Das Hemd sollte höchstens 1,5 Zentimeter zu sehen sein.

 

Das Hemd: Körpernah ist IN

Eigentlich gibt es nur zwei Hemd-Varianten: „Modern fit“ bzw. „Slim fit“ und „Classic fit“. Bei normalem Gewicht rate ich auch hier zu einer leicht taillierten körpernahen Passform (Modern/Slim fit). Wer etwas mehr auf den Rippen hat sollte auf die bequemere, weiter geschnittene Variante (Classic Fit) setzen.

Der Kragen des Hemdes sollte steif und – im Idealfall – mit herausnehmbaren Kragenstäbchen ausgestattet sein. So sitzt das Hemd sowohl mit als auch ohne Sakko perfekt. Wenn man den Kragen geschlossen hat sollte ein Finger zwischen Hals und Kragen passen, bei zwei Fingern ist das Hemd zu groß. Das Design und die Farbe sollten zurückhaltend sein.

Die meisten Konfirmationen finden zwischen Ostern und Pfingsten statt. Die erste gute Nachricht: Zu dieser Jahreszeit kann es bereits angenehm warm sein. Zweite gute Nachricht: Das Hemd kann auch kurzärmelig sein. Ja, Du liest richtig. Kurzarm galt in der klassischen Männermode lange als verpönt, ist mittlerweile aber – zumindest an warmen Tagen – salonfähig.

Zur Krawatte komme ich zwar erst weiter unten. Eins aber schon an dieser Stelle: Wer keine trägt, sollte unbedingt den obersten Hemdknopf offen lassen.

 

Die Hose: Passend zur Körperform

Das geht: Anzughose, Stoffhose, edle Jeans. Jeans? Ja, auch das ist möglich. Sofern die Jeans aus schwerem, dunklem Denim besteht. Dann – und NUR dann – kann die Jeans die Anzughose auf der Konfirmation ersetzen.

Eine Anzughose sollte stets in der Taille, nicht auf der Hüfte, sitzen. So formt sie nicht nur die Taille optisch schmaler, sondern lässt auch den Körper länger erscheinen. Der Schnitt variiert je nach Körperform: weit, gerade, nach unten konisch enger werdend oder in Röhrenform geschnitten. Die Hose sollte den Stil des Sakkos fortsetzen. Ein Beispiel: Die Anzugjacke ist an der Brust weit geschnitten. Na, wie sollte die Hose dann sein? Richtig. Auch etwas weiter.

Das geht nicht: Jogginghose, verwaschene Jeans, löchrige Jeans. Womit wir am Ende des Hosenexkurses wären und zum finalen Feinschliff der Konfirmationskleidung für Jungen kommen.

 

Die Krawatte: Konfirmationskleidung abrunden

Es gibt einige Anlässe im Leben, die für mich Auf-jeden-Fall-Krawatten-Anlässe sind. Dazu zählen Hochzeiten und Beerdigungen. Die Konfirmationen ist für mich ein möglicher Krawatten-Anlass. 14-Jährige müssen meiner Meinung nach keine Krawatte tragen. Wenn Sie das gerne möchten umso besser, denn eine Krawatte kann die Konfirmationskleidung so richtig „rund“ machen. Bei den Farben habt ihr die freie Auswahl – in meinen Augen sind sogar orange, hellgrün und pink erlaubt. Das Muster sollte allerdings dezent sein.

 

Die Schuhe: Booties als Alternative

Hier möchte ich mich kurz fassen: Es müssen keine Lackschuhe sein. Lohnenswert ist aber der Kauf ordentlicher Lederschuhe, die auch nach der Konfirmation bei weiteren Feiern getragen werden können. Eine sportliche Alternative dazu sind knöchelhohe Booties aus feinem Veloursleder. Sneaker? Nein, bitte nicht. Danke.

 

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